Geleit für den Monat Dezember

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Wer kennt das nicht: Am Ende eines Kalenderjahres wird in jeder Firma die wichtige Jahresschlußbilanz gezogen über alle Einnahmen und Ausgaben des zu ende gehenden Jahres, darüber wie erfolgreich alle bisher gemachten Investitionen waren, wie es um den Konjunkturverlauf und um die Wertpapiere steht oder wo man mögliches Potential noch nicht ganz ausgeschöpft hat, oder ob es sogar noch irgendwelche Schulden zu tilgen gibt. Dabei muß immer ein Wachstum, ein Fortschritt erkennbar sein, immer muß eine Entwicklung nach oben aus den Zahlen hervorgehen. Diese Berechnungen sind aber nur möglich, wenn unter dem Jahr die Buchhaltung immer ordentlich, sauber und korrekt geführt worden ist. Wer ein Geschäft gut betreiben will, vernachlässigt daher die Buchführung nicht. Die Buchführung ist gleichermaßen die Visitenkarte für ein jedes Geschäft. Was könnte uns Christen aber wichtiger sein, als das Geschäft unserer Seele? Daher müssen wir uns der Buchhaltung unserer Seele, also der täglichen Gewissenserforschung, mit größter Sorgfalt und Ausdauer widmen, um am Ende des Kirchenjahres ebenso wie „die Kinder dieser Welt“ eine ordentliche Jahresschlussbilanz ziehen zu können. Dazu gehört zum einen die allgemeine Gewissenserforschung am Abend. Dabei überblicken wir den ganzen Tag, danken Gott für all das Gute, das uns zuteil wurde und geben Ihm für unser Tun Rechenschaft. Dazu gehört die Reue über begangene Sünden mit der Bitte um Vergebung sowie der feste Entschluß in einem Vorsatz, mit Hilfe der Gnade Gottes sich zu bessern. Neben dieser allgemeinen Gewissenserforschung bedarf es aber für die vollständige Buchführung unserer Seele noch einen eigenen, ganz besonderen Blick auf den Wachstumstrend unserer Heiligkeit. Es geht um den konkreten Fortschritt im Kampf mit unseren eigenen Fehlern oder im Ringen um besondere Tugenden. Das sind Investitionen von ewigem Wert! Was wir hier anlegen, das wird sich durch einen hohen Zinssatz unglaublich vermehren. Hier muß das Wachstum, der Fortschritt erkennbar sein, hier immer muß eine Entwicklung nach oben stattfinden. Auf den besonderen Vorsatz kommt es also an, denn ein stets scharf umrissenes Teilziel bietet viel bessere Anknüpfungs- und Ansatzpunkte für das Streben nach Vollkommenheit und läßt dieses darum auch kraftvoller und intensiver werden als ein allgemein gehaltener Vorsatz zum Streben nach Heiligkeit! Und durch den täglichen Blick in das Kassenbuch unserer Seele wissen wir, wie es um diese besonderen und gewinnbringenden Investitionen steht. Unser Herr lobte einst die Klugheit des unehrlichen Verwalters und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes (vgl. Lk 16,1-8). Wenden wir uns also mit größerer Klugheit und noch größerem Eifer dem Geschäft unserer Seele zu, als es die Kinder dieser Welt in ihren weltlichen Belangen tun!

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Gregor Pal FSSP



Zum Hochheiligen Weihnachtsfest

Im Namen meiner Mitbrüder und im eigenen,

wünsche ich Ihnen,

liebe Leser dieses Blattes, und Ihren Familien und Freunden

ein frohes und gnadenreiches Weihnachtsfest

und den reichsten Segen des neugeborenen Erlösers

auch für das kommende Jahr des Heiles 2017.

Auf diesem Wege möchte ich mich auch von Herzen für Ihr Gebet und Ihre materielle Unterstützung der Priesterbruderschaft St. Petrus im vergangenen Jahr bedanken und versichere auch Sie von Herzen unseres Gebetsgedenkens.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich