Geleit für den Monat August

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Der Monat August ist erfüllt von einer Reihe von Marienfesten, aber als strahlendste Krone über ihnen allen schwebt das Fest der Aufnahme der Allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin in den Himmel, Maria Himmelfahrt. Das wohl älteste aller Marienfeste des kirchlichen Jahreslaufes kam schon bald nach der Dogmatisierung der Gottesgebärerin auf dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 auf. Der öströmische Kaiser Mauritius († 602) machte es zum staatlichen Feiertag. Bereits im 7. Jahrhundert läßt sich die Feier dieses Festes im Westen belegen. Papst Leo IV. verlieh dem Festtag im Jahre 847 Vigil und Oktavfeier. Papst Pius XII. erhob den Festinhalt am Allerheiligentag 1950 zum Glaubenssatz. Der Große Frauentag ist ein Tag wahrer Freude, denn er wendet das, was zu Ostern und Christi Himmelfahrt für uns erworben wurde, zum ersten Mal an. Denn so wie Maria in Voraussicht der Verdienste ihres göttlichen Sohnes von allem Anfang an von jeder Makel der Sünde bewahrt wurde, so zeigt sich zu Maria Himmelfahrt in aller Deutlichkeit was es heißt, an die Auferstehung des Fleisches und das ewige Leben zu glauben. An Maria zeigt uns Christus exemplarisch vor, was uns alle nach seinem Willen erwarten soll, die Auferstehung des Leibes und die himmlischer Verherrlichung. Denn Ostern und Christi Himmelfahrt sind nicht nur um seiner selbst willen da, sie sind auch für uns da, um uns zu zeigen, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Mariens Aufnahme in den Himmel, mit verklärtem Leibe und unsterblicher Seele, ist gleichsam der große Ausblick für uns. Denn darauf hin leben wir, darauf harren wir, auf die Verherrlichung unseres Leibes, wie der hl. Völkerapostel schreibt: „Dieses Verwesliche muß die Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche die Unsterblichkeit“. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gnadenreiches Fest Maria Himmelfahrt und jedem von uns einmal eine glückliche Himmelfahrt.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich