hl. Petrus

GELEIT (Juni)

Hinweis: Für den Messbesuch ist keine Voranmeldung mehr nötig. Darüberhinaus gilt entsprechend der Vorschriften der Wiener Erzdiözese für die Gottesdienstteilnehmer: 2m Abstand und das Tragen einer FFP2-Maske.

Liebe Freunde und Wohltäter,

was haben ein Historiker, ein Musiker, ein Schauspieler, ein Metereologe und eine Architektin gemeinsam? Auf den ersten Blick haben alle den Leopoldsbrief durch einen hervorragenden Artikel bereichert. So weit so gut. Aber noch einmal gefragt: Was haben alle in der Vielfalt ihrer Berufe gemeinsam, weshalb mir diese kleine Artikelserie besonders am Herzen lag?

Doch wohl, daß sie sich einer Sache verpflichtet wissen, die von außen an sie herantritt, sei es nun Geschichte, Musik oder Wetter. Daß sie stets mit etwas Größerem konfrontiert werden, dem sie nachgehen, welches sie ergründen, ohne auszuschöpfen. Hinter all dem zeigen sich feine Linien – Schönes, Wahres, Gutes – , die einzig und allein auf das Zentrum des Kosmos zulaufen, den fleischgewordenen Gottessohn Jesus Christus. Hier offenbart sich Gott. Doch das ist erst der Anfang, denn wie viel mehr bedeutet es, sein Leben nach dem Licht des Evangeliums und der Lehre der Kirche auszurichten.

Auf der anderen Seite: Was bleibt übrig, wenn man nicht mehr den Mut besitzt, die Menschen in allen Lebensbereichen auf dieses Mysterium hinzuführen, angefangen bei seiner geschlechtlichen Identität bis hin zu seiner Berufung? Ein Mensch, der den Maßstab seiner Existenz leugnet, hinter seiner Würde zurückbleibt und auf die Stufe eines vernunftlosen Tieres herabfällt. Denn genau das macht die Sünde. Daran vermögen auch farbenfrohe Flaggen und das Zerreden offenbarter Wahrheiten nichts zu ändern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Zuversicht darin, auch in Ihrem Leben in den Pflichten und Aufgaben des Tages den verborgenen Gott zu entdecken.

hl. Petrus

Ihr P. Julius Kappel

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich