Geleit für den Monat Oktober

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Der Monat Oktober mit dem bunten Laub unserer Bäume mahnt uns in einem jeden Jahr, wie vergänglich die irdischen Dingen sind und wie notwendig es ist, die Lebenszeit zu nützen, die uns Gott der Herr in seiner Güte gewährt. Denn so wie im Oktober die letzten Ernten eingebracht werden, so wird auch einmal die Ernte unseres Lebens eingebracht werden müssen. Dreißigfach-, sechzigfach und huntertfach ist im Gleichnis des Evangeliums die Frucht des Saatkorns. Fünf weitere Talente bringt im Evangelium der Knecht seinem Herrn zurück. Auch wir sollen und müssen uns darüber Gedanken machen, was bringe ich meinem Herrn, nämlich Gott zurück, wenn ich einmal Rechenschaft geben muß? Wie viele gute Früchte hat mein Leben gebracht, wenn die Zeit der Ernte herangekommen ist? Oder hat mein Leben, wie es schon beim Propheten Isaias heißt, statt der süßen Trauben nur saure Beeren hervorgebracht. Wenn uns die Kirche am Sonntag vor dem Allerheiligenfest, seit dem Heiligen Jahr 1925, Christus als den König vor Augen stellt, so tut sie dies, um uns gerade in dieser Zeit des Herbstes daran zu mahnen, daß Christus der Herr nicht nur König ist am Ende der Zeiten, wenn er zum Gericht wiederkommen wird, sondern daß er König unserer ganzen Lebenszeit ist. Christus gestern, Christus heute, Christus in Ewigkeit. In dieser Zeit des Königtums Christi leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Darum ist es so wichtig, diese unsere Zeit zu nützen, gut zu nützen. Denn nur am Tag, nur in diesem irdischen Leben können wir handeln, können wir unser Heil wirken. Die Kirche legt uns darum in diesem Monat das Gebet des heiligen Rosenkranzes ans Herz. Denn Maria ist der Mensch, der in allem würdig geworden ist der Verheißungen Christi und dafür die herrlichste aller Kronen erhalten hat. An Mariens Mutterhand sollen wir durch das Gebet des heiligen Rosenkranzes mehr und mehr erbeten und lernen, der Verheißungen Christi würdig zu werden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen gnadenreichen Rosenkranzmonat. Möge der Segen, der schon so oft aus diesem Gebete erwachsen ist, auch auf alle Ihre Anliegen herabkommen.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich