Geleit für den Monat Mai

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

Der Marienmonat Mai kennt kein Fest eines heiligen Nothelfers, darum wollen wir aus den drei im Juli gefeierten Patronen einen herausgreifen. Der hl. Arzt Pantaleon dessen Festtag die Kirche am 27. Juli begeht, wurde im Jahre 305 nach langen und qualvollen Martern enthauptet. Über seine Person sind wir für die damalige Zeit relativ gut unterrichtet, weil sich seine Tätigkeit als Leibarzt Kaiser Maximilians schriftlich belegen läßt. Obwohl er, als Sohn eines Heiden und einer christlichen Frau, als Kind nicht getauft wurde, fand er später durch einen Priester zum Glauben und wurde selbst Christ. Als Arzt behandelte er die armen Kranken kostenlos und erregte dadurch den Neid seiner Kollegen. Nachdem er ein durch Schlangenbiß zu Tode gekommenes Kind wieder zum Leben erweckt hatte, wurde er beim Kaiser als Christ angeklagt. Nachdem Pantaleon sich aber allen Versuchen, ihn vom Glauben abspenstig zu machen verweigerte - lieber sollen mir meine Hände verdorren, als daß ich sie zum Schwur der heidnischen Götter erhebe, soll er laut der Legende gesagt haben - wurde er auf Geheiß des Kaisers grausam gemartert. Mit Nägeln zerfleischt, mit Fackeln gebrannt, in flüssiges Blei getaucht, auf einem Rad einen Berg hinuntergerollt und wilden Tieren vorgeworfen überlebte er wunderbarer Weise. Nachdem dies alles nicht zum gewünschten Erfolg, nämlich dem Opfer an die heidnischen Götzen, geführt hatte, wurde er schließlich, nachdem man ihm die Hände auf den Kopf genagelt hatte, mit dem Schwert enthauptet. Weil er vor seinem Tode noch für seine Henker um Barmherzigkeit flehte, soll er laut der Legende vom Himmel her selbst den Namen Pantaleimon (Allerbarmer) erhalten haben mit der Verheißung, daß viele durch ihn Barmherzigkeit erlangen würden. Im Osten seit dem 4. Jahrhundert als Großmärtyrer wie der hl. Georg verehrt ist sein Kult seit dem 8. Jahrhundert in Rom bezeugt. Seine Verehrung im Abendland hat aber ihr Zentrum in Köln, wo ihm bereits 866 eine Kirche, St. Pantaleon, geweiht wurde. Durch die Gemahlin Kaiser Otto II., die Nichte des byzantinischen Kaisers, Kaiserin Theophanu erhielt im 10. Jahrhundert die Verehrung des hl. Pantaleon durch die Stiftung eines Klosters an dieser Kirche großen Auftrieb. Im 14. Jahrhundert kam Pantaleon dann in die Liste der 14 Nothelfer. Er ist der Patron der Ärzte, der Hebammen und der Kranken. Ebenso hat er das Patronat gegen Kopfschmerzen, Auszehrung, Heuschrecken und bei Viehkrankheiten.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich