Geleit für den Monat Mai

hl. Petrus

Liebe Freunde und Wohltäter!

In den Marienmonat Mai fällt das Fest des Heiligen Geistes, das hochheilige Pfingstfest. 40 Tage weilte der Erlöser nach seiner Auferstehung unter seinen Aposteln, bevor er vom Ölberg weg in den Himmel aufgefahren ist. Neun Tage weilen die Apostel im Gebet in Jerusalem, um sich auf die Herabkunft des vom Herrn verheißenen Beistandes, des Heiligen Geistes vorzubereiten. In der Apostelgeschichte vermerkt der hl. Evangelist Lukas noch ausdrücklich die Teilnahme der allerseligsten Jungfrau und Gottesgebärerin an dieser ersten Novene der Kirchengeschichte. Denn die Allerseligste Jungfrau hat einen besonderen Bezug zum Heiligen Geist, der über den aller anderen Geschöpfe weit hinausgeht. Die Theologie schreibt ja das Werk unserer Heiligung im Besonderen dem Heiligen Geiste zu. An Maria hat dieser Heilige Geist nun im wahrsten Sinne des Wortes ein Exempel statuiert. Denn sie ist von allem Anfang an voll der Gnade und damit frei von jedem Makel der Erbsünde. Fleckenlos und rein ist dieses goldene Haus, wie sie die lauretanische Litanei nennt, ausersehen zur wahren Arche des Bundes, die durch neun Monate hindurch das göttliche Kind in ihrem Schoße trägt. Die Gottesgebärerin wird aufgrund der Fülle der Gnaden, die in ihr wohnen nicht von ungefähr auch die Braut des Heiligen Geistes genannt. Denn Maria ist die große, die vollkommene Gottliebende unter den Menschenkindern. Alles in ihr ist einzig darauf ausgerichtet, den Willen Gottes zu erfüllen. Und so ist die Aufnahme der allerseligsten Junfrau mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels der krönende Abschluß und die Vollendung ihres irdischen Lebens. Blicken wir in diesem Maimonat hin auf sie, die Auserwählte, und richten auch wir unser je eigenes Leben erneut voll und ganz auf den Willen Gottes aus, damit Gott auch unser aller letztes Ziel werde.

Mit priesterlichem Segensgruß

hl. Petrus

Ihr P. Florian Grafl FSSP

© Priesterbruderschaft St. Petrus, Wien - Österreich